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Sustainable Innovation – der Ansatz von P&G

Tide Cold Water

Vor lauter Freude über die Nischen des nachhaltigen Konsums kann man leicht vergessen, daß ein großer Teil der Konsumenten weder Geld noch Neigung hat, sich ein gutes Gewissen zu kaufen. Brandweek bringt ein Interview mit Len Sauers, P&G’s VP of Sustainability (ja, sowas haben die), der die mangelnde Bereitschaft der Massen beschreibt, für ökologisch-korrekte Produkte mehr auszugeben.

“[...]The vast majority of consumers (~50-75%) feel environmental issues are important, but are not willing to accept such trade-offs. [e.g. higher cost, lesser performance]. However they will choose a product that claims environmental benefits if it meets all their other needs: performance, value, cost, etc.

Quelle: Brandweek Online; 20.5.2008; www.brandweek.com

Diese Erkenntnis ist vielleicht entäuschend für die Hersteller von Bio-Champagner und Gülle-Speedstern, aber nicht für einen Short-Tail Marketer wie P&G: Auf diese nüchterne Erkenntnis stützen sie ihren Ansatz “Sustainable Innovation Products” auf den Markt zu bringen, die dem Käufer z.B. eines ökologisch überlegenen Waschmittels keinerlei preisliche oder funktionale Opfer abverlangen. Der Effekt der resultierenden Innovationen sollten so manchem LOHAS-Produzenten den grünen Neid ins Gesicht treiben: P&G behauptet, daß die Energieeinsparung durch eine Umstellung aller Amerikaner auf Tide Coldwater den Ausstoß von 34 Millionen Tonnen CO2 verhindern würde. Das entspricht immerhin 8% der U.S. Kyoto Zielsetzung! Und trotzdem – Greenwashers aufgepaßt – heißt es nicht etwa “Green Tide”: sondern bleibt auch im werblich herausgestellten USP ganz nüchtern: “saves energy & money”.

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